Kurze Antwort
Die Kurzfassung zu den Getränken in Angola, also was Sie dort trinken sollten: Bestellen Sie ein kaltes Cuca (die bekannteste Biermarke des Landes, ein ganz normales Lagerbier und kein Gebräu aus Palmnüssen, wie manche Websites fälschlich behaupten). Probieren Sie Kissangua, ein traditionelles alkoholfreies Getränk aus Mais, und trinken Sie so viel frischen tropischen Fruchtsaft, wie Sie finden können. Traditionelle vergorene Getränke wie Maruvo (Palmwein) und Mongozo (Bier aus Palmnüssen) sollten Sie kennen. Sie werden aber zu Hause hergestellt, und weder ihre Stärke noch ihre Hygiene ist geregelt. Beim Wasser bleiben Sie überall bei versiegelten Flaschen.
Das Wichtigste in Kürze
- Cuca ist das bekannteste angolanische Bier, ein normales Lagerbier. Nocal und Eka sind die anderen einheimischen Marken, die Sie hinter der Theke sehen werden.
- Ein Cuca-Shop ist eine kleine Kneipe im Wohnviertel, benannt nach der Biermarke, und im ganzen Land eine echte soziale Institution.
- Maruvo ist Palmwein. Der Saft wird aus der Palme gezapft und in verschiedenen Gärstadien getrunken. Je länger er steht, desto stärker und saurer wird er.
- Mongozo ist ein traditionelles, selbst gebrautes Bier aus Palmnüssen, das mit den Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul verbunden ist.
- Kissangua ist das klassische traditionelle Getränk ohne Alkohol. Es wird aus Maismehl hergestellt, ist im Süden Angolas am stärksten verwurzelt und wird bei Zeremonien gereicht. Es gibt auch Varianten mit Ananas.
- Die Weinkarten in Luanda setzen stark auf importierte Weine aus Südafrika und Portugal. Whisky hat einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert.
- Trinken Sie niemals Leitungswasser. Kaufen Sie Wasser in versiegelten Flaschen und seien Sie bei Eiswürfeln außerhalb etablierter Hotels und Restaurants vorsichtig.
- Importierte Getränke kosten in Luanda spürbar mehr als einheimisches Bier. Die Preise schwanken mit dem Kwanza. Prüfen Sie sie deshalb vor Ort, statt sich auf alte Zahlen zu verlassen.
Was sind traditionelle Getränke in Angola?
Traditionelle Getränke in Angola gehören zu zwei Familien: vergorene Getränke aus der Palme (Maruvo und Mongozo) und alkoholfreie oder leicht vergorene Getränke aus Getreide, meist aus Mais (Kissangua). Es sind Erzeugnisse aus Dorf und Haushalt, zu Hause oder in kleinen Mengen hergestellt, und ihre kulturelle Bedeutung reicht weit über das Durstlöschen hinaus.
Das steckt tatsächlich hinter den einzelnen Getränken:
Maruvo (Palmwein). Die Zapfer schneiden die Palme an und fangen den Saft auf. Durch wilde Hefen beginnt er fast sofort zu gären. Frisch vom Baum schmeckt er süß, milchig und leicht prickelnd, eher wie ein Softdrink als wie ein alkoholisches Getränk. Lässt man ihn einen Tag stehen, wird er herber und stärker. Nach mehreren Tagen ist er sauer, hefig und deutlich kräftiger. Es gibt kein Etikett, das Ihnen verrät, welches Stadium Sie im Glas haben.
Mongozo. Ein traditionelles, selbst gebrautes Bier aus Palmnüssen, das mit den Diamantenprovinzen Lunda Norte und Lunda Sul im Nordosten verbunden ist. Es ist trüb, säuerlich und mit nichts zu vergleichen, was Sie im Supermarkt finden. Echtes Mongozo ist in Angola ein ländliches, zu Hause hergestelltes Getränk.
Kissangua. Wird aus Maismehl hergestellt, kurz vergoren und kühl serviert. Es gilt als alkoholfrei und ist besonders eng mit dem Süden Angolas verbunden. Dort wird es bei Zeremonien, Beerdigungen, Erntefesten und Familienfeiern gereicht. Es gibt Varianten, darunter Versionen mit Ananas, die süßer und fruchtiger sind. Wenn man Ihnen bei einem Familienfest Kissangua anbietet, ist das Annehmen eine kleine Geste des Respekts.
Traditionelle Getränke in Angola sind zum Teilen gedacht. Eine einzige Kalebasse oder ein Krug, der in der Runde kreist, ist normal, und eine glatte Ablehnung kann als Kränkung ankommen. Nehmen Sie einen kleinen Schluck, bedanken Sie sich beim Gastgeber, und Sie haben alles richtig gemacht.
Welche angolanischen Getränke sollten Sie probieren?
Für die meisten Besucher lohnen sich vor allem Cuca-Bier, frischer tropischer Fruchtsaft, kräftiger Kaffee nach portugiesischer Art und Kissangua, wenn sich die Gelegenheit in einem respektvollen Rahmen ergibt. Diese Kombination deckt die alltägliche Trinkkultur, die einheimischen Produkte und die traditionelle Seite ab.
Eine praktische Auswahl:
- Cuca an einem heißen Nachmittag, am besten eiskalt und am besten in einem Cuca-Shop mit Plastikstühlen auf dem Gehweg.
- Nocal oder Eka zum Vergleich, damit Sie den Unterschied zwischen den angolanischen Lagerbieren schmecken, statt anzunehmen, sie seien alle gleich.
- Frischer Saft aus Mango, Papaya, Maracuja, Guave, Stachelannone oder Mandarine, frisch für Sie gemixt.
- Kaffee, klein und kräftig nach portugiesischer Art. Angola war früher ein bedeutender Kaffeeproduzent, und die Kaffeekultur ist geblieben.
- Kissangua, besonders wenn Sie durch den Süden reisen.
- Maruvo, mit echter Vorsicht und am besten nur, wenn ein einheimischer Gastgeber einschenkt, dem Sie vertrauen.
- Wein aus Südafrika oder Portugal, wenn Sie in der Hauptstadt gut essen gehen.
Angolanische Getränke mit und ohne Alkohol im Vergleich
Alkoholische Getränke in Angola teilen sich in Industriebier (Cuca, Nocal, Eka), importierten Wein und Spirituosen sowie traditionell vergorene Getränke (Maruvo, Mongozo). Die alkoholfreie Auswahl ist größer, als die meisten Reisenden erwarten: frische Säfte, Kissangua, Mineralwasser, Softdrinks und Kaffee finden Sie überall.
| Getränk | Alkoholisch? | Geschmack | Wo Sie es finden | Risiko für Reisende |
|---|---|---|---|---|
| Cuca, Nocal, Eka | Ja | Leichtes, frisches Lagerbier | Überall, vom Cuca-Shop bis zum Hotel | Gering |
| Maruvo (Palmwein) | Ja, unterschiedlich stark | Erst süß und milchig, dann sauer | Am Straßenrand, in Dörfern, auf informellen Märkten | Höher: unbekannte Stärke und Hygiene |
| Mongozo | Ja | Trüb, säuerlich, körnig | Lunda Norte und Lunda Sul, selbst gebraut | Höher: Herstellung zu Hause |
| Kissangua | Gilt als alkoholfrei | Säuerlich, nach Getreide, leicht prickelnd | Süden Angolas, Zeremonien, Märkte | Mittel: hängt vom verwendeten Wasser ab |
| Frischer Fruchtsaft | Nein | Intensiv fruchtig | Cafés, Märkte, Restaurants | Gering bis mittel: fragen Sie nach Wasser und Eis |
| Importierter Wein, Whisky | Ja | Wie erwartet | Restaurants, Hotels und Supermärkte in Luanda | Gering, aber teuer |
Faustregel: Wählen Sie Flaschenbier oder einen versiegelten Softdrink, wenn Sie irgendwo ungezwungen unterwegs sind und die Wasserversorgung nicht einschätzen können. Frischen Saft und traditionelle Getränke wählen Sie in einem richtigen Restaurant, einem guten Hotel oder bei Privatleuten, wenn ein Gastgeber serviert, dem Sie vertrauen.
Wo kaufen Sie angolanische Getränke und was kosten sie?
Angolanische Getränke kaufen Sie in Supermärkten, Cuca-Shops, an Straßenkiosken, in Restaurants und Hotelbars. Einheimisches Bier ist die günstigste verlässliche Wahl. Alles Importierte kostet einen Aufschlag, weil Angola einen großen Teil seiner Konsumgüter einführt.
Wo Sie suchen sollten:
- Cuca-Shops. Kleine Kneipen im Viertel, oft kaum mehr als ein Kühlschrank, eine Theke und ein paar Stühle. Hier ist einheimisches Bier am günstigsten, und hier spielt sich die gesellige Seite des Trinkens tatsächlich ab.
- Supermärkte und Minimärkte. Am besten für Wasser in größeren Mengen, Softdrinks, Wein und Spirituosen.
- Straßenkioske und Märkte. Frischer Saft, Softdrinks, manchmal traditionelle Getränke in wiederverwendeten Flaschen.
- Restaurants und Hotels. Weinkarten, Cocktails, importiertes Bier, richtiger Kaffee. Für das gehobene Ende der Getränkeszene lesen Sie unseren Ratgeber zu den besten Restaurants in Luanda.
Zu den Preisen: Verlassen Sie sich auf keine feste Zahl, die Sie online lesen. Der Kwanza hat sich in den letzten Jahren stark bewegt, und die Preise für importierte Getränke bewegen sich mit ihm. Als Faustregel gilt:
- Einheimisches Bier im Cuca-Shop ist das günstigste alkoholische Getränk, das Sie bekommen.
- Dasselbe Bier kann in einer Hotelbar oder einem gehobenen Restaurant in der Hauptstadt ein Mehrfaches kosten.
- Importierter Wein und Whisky sind teuer, manchmal verblüffend teuer.
- Wasser in Flaschen ist im Supermarkt günstig und in Lokalen für Touristen stark aufgeschlagen. Kaufen Sie deshalb gleich mehrere Liter.
- Frischer Saft liegt preislich zwischen Softdrinks und Bier und ist für das, was Sie bekommen, sehr preiswert.
Luanda steht seit Jahren weit oben in den weltweiten Ranglisten der Lebenshaltungskosten für Expats, und Getränke sind Teil dieses Bildes. Planen Sie in der Hauptstadt mehr Geld für Getränke ein als anderswo in der Region. Unser Ratgeber zu Luanda zeigt, was Sie in der Stadt allgemein erwartet.
Was ist der Unterschied zwischen Ginguba und anderen angolanischen Getränken?
Ginguba ist das angolanisch-portugiesische Wort für Erdnuss und kein Getränk. Sie taucht in der angolanischen Küche ständig auf, am bekanntesten in Muamba de ginguba (Erdnusssoße) und als geröstete Erdnüsse von Straßenhändlern, die zufällig genau das Richtige zu einem kalten Cuca sind.
Das Missverständnis lohnt sich aufzuklären, denn wer nach „Ginguba“ sucht, landet oft in Artikeln über Getränke:
- Ginguba = Erdnuss. Eine Zutat in der Küche und ein Snack.
- Maruvo = Palmwein. Alkoholisch, vergorener Palmsaft.
- Mongozo = Bier aus Palmnüssen. Alkoholisch, selbst gebraut.
- Kissangua = Getränk aus Maismehl. Gilt als alkoholfrei.
- Cuca = kommerzielle Marke für Lagerbier.
Eine echte Überschneidung gibt es: Getränke auf Erdnussbasis und dicke Erdnusssoßen liegen in der Esskultur West- und Zentralafrikas nah beieinander. Ein Gericht mit „Ginguba“ im Namen ist deshalb fast immer etwas zum Essen und nicht zum Trinken. Mehr zur Küche finden Sie im Ratgeber zum angolanischen Essen.
Welche angolanischen Getränke eignen sich für Touristen und welche Fehler passieren oft?
Die sichersten und lohnendsten Getränke für Touristen sind einheimisches Flaschenbier, Wasser aus versiegelten Flaschen, frisch gemixter Saft aus einem sauber wirkenden Lokal und Kaffee. Die häufigsten Fehler betreffen Wasser, Eis und die Fehleinschätzung von selbst vergorenem Palmwein.
Fehler, die Sie vermeiden sollten:
- Leitungswasser trinken. Lassen Sie es überall, auch beim Zähneputzen, wenn Sie vorsichtig sein wollen. Kaufen Sie Wasser in versiegelten Flaschen und prüfen Sie, ob der Verschluss unversehrt ist.
- Eis ignorieren. Eis in einem guten Hotel oder etablierten Restaurant wird meist aus aufbereitetem Wasser hergestellt. Eis von einem Stand am Straßenrand vielleicht nicht. Wenn Sie es nicht beurteilen können, bestellen Sie Ihre Getränke ohne Eis.
- Maruvo wie Bier behandeln. Palmwein hat keine feste Stärke. Eine Charge, die tagelang gegoren hat, kann viel stärker sein, als sie schmeckt, und die Süße überdeckt das. Die Hygiene hängt ganz vom Zapfer und vom Gefäß ab.
- Cuca für ein Bier aus Palmnüssen halten. Es ist ein normales Lagerbier. Dieser Irrtum kursiert im Internet und ist schlicht falsch.
- Spirituosen bei informellen Händlern kaufen. Kaufen Sie Whisky und andere Spirituosen nur im Supermarkt und in lizenzierten Lokalen.
- Ein Getränk schroff ablehnen. In einem Haus oder bei einem Fest kann eine glatte Ablehnung kränken. Nehmen Sie einen kleinen Schluck an oder erklären Sie höflich, dass Sie keinen Alkohol trinken. Unser Ratgeber zu Kultur und Etikette in Angola geht ausführlicher auf die Regeln der Gastfreundschaft ein.
- Trinken und Autofahren. Straßen und Verkehr in Angola verlangen Ihre volle Aufmerksamkeit. Nehmen Sie einen Fahrer.
Sonderfall: Wer eine Malariaprophylaxe oder andere Medikamente nimmt, sollte generell zurückhaltend mit Alkohol sein, besonders bei Getränken mit unbekannter Stärke.
Sind traditionelle Getränke in Angola gesund?
Traditionelle Getränke in Angola lassen sich am besten so beschreiben: ernährungsphysiologisch interessant, aber hygienisch unterschiedlich. Kissangua ist ein vergorenes Maisgetränk. Es enthält also Kohlenhydrate und die Nebenprodukte der Gärung, und vergorene Getreidegetränke gelten allgemein als gut verdaulich. Die Gesundheitsfrage betrifft in der Praxis aber nicht die Zutatenliste. Es geht um das Wasser und das Gefäß.
Worauf es für Besucher ankommt:
- Wasserquelle. Ein Getränk aus Mais oder Palme, das mit unbehandeltem Wasser zubereitet wurde, birgt dasselbe Risiko, als würden Sie dieses Wasser direkt trinken.
- Aufbewahrung. Wiederverwendete Flaschen und offene Kalebassen bei Wärme sind nicht ideal.
- Alkoholgehalt. Die Stärke von Maruvo ist von Becher zu Becher tatsächlich unbekannt.
- Zucker. Frische Säfte sind gesund, weil sie frisch sind, aber die Verkäufer geben oft Zucker dazu. Bitten Sie um einen Saft ohne Zucker, wenn Ihnen das lieber ist.
Nichts davon ist ein Grund, traditionelle Getränke ganz zu meiden. Es ist ein Grund, genau hinzuschauen, wer sie serviert. Eine umfassende Reisekrankenversicherung und ein vernünftiger Umgang mit der Hygiene bei Essen und Wasser tun mehr für Ihre Reise als Verzicht.
Welche angolanischen Getränke passen zum einheimischen Essen?

Kaltes einheimisches Lagerbier passt zu fast allem aus der angolanischen Küche, besonders zu gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten und allem mit Chili. Kissangua begleitet im Süden traditionell die Grundmahlzeiten. Ein frischer Weißwein aus Südafrika ist die kluge Wahl zu den hervorragenden Meeresfrüchten der Küste.
Praktische Kombinationen:
- Gegrillter Fisch, Garnelen, Languste: ein kaltes Cuca oder ein trockener Weißwein aus Südafrika, etwa ein Chenin Blanc oder Sauvignon Blanc.
- Muamba de galinha (Hähnchen in Palmöl): Lagerbier gleicht die Schwere aus. Ein weicher Rotwein passt ebenfalls.
- Funge und Calulu: Kissangua ist der traditionelle Begleiter. Bier passt aber auch gut. In unserem Beitrag zu Funge und Calulu lesen Sie, was hinter diesen Gerichten steckt.
- Geröstete Ginguba (Erdnüsse) und gegrilltes Fleisch: ohne Frage Lagerbier.
- Scharfe Eintöpfe mit Gindungo-Chili: etwas Kaltes und Einfaches. Meiden Sie schwere, tanninreiche Rotweine.
- Dessert oder kräftiger Kaffee: Espresso nach portugiesischer Art, in geselliger Runde manchmal gefolgt von einem Whisky.
Bekommt man angolanische Getränke auch außerhalb Angolas?
Teilweise. Afrikanische Lebensmittelläden mit portugiesischsprachigem Sortiment in Lissabon, Brüssel, Amsterdam und anderen europäischen Städten führen oft Produkte mit Angola-Bezug, und Cuca wird in gewissem Umfang exportiert. Echte, zu Hause hergestellte Getränke wie Maruvo und Mongozo reisen nicht, denn es sind frische, gärende, nicht pasteurisierte Produkte.
- Cuca: gelegentlich in afrikanischen und portugiesischen Fachgeschäften im Ausland zu finden.
- Mongozo: Eine in Belgien gebraute kommerzielle Bierreihe trägt den Namen Mongozo und wurde mit Bezug auf das traditionelle Rezept gegründet. Sie ist ein verwandtes Produkt, aber nicht dasselbe wie das im Dorf gebraute angolanische Mongozo.
- Maruvo: praktisch nicht exportierbar. Frischer Palmsaft gärt ständig weiter.
- Kissangua: wird frisch zu Hause hergestellt. Das Maismehl lässt sich ausführen, das Getränk nicht.
- Angolanischer Kaffee: das realistischste Mitbringsel, zusammen mit Gindungo-Chilisoße.
Wenn Sie traditionelle Getränke Angolas wirklich erleben wollen, muss das in Angola passieren.
Die beste Zeit für angolanische Getränke: Jahreszeiten und Anlässe
Wann in Angola was getrunken wird, richtet sich nach der Hitze und dem Rhythmus des sozialen Lebens. Kaltes Bier und Saft gehören zu heißen Nachmittagen und zur schwülen Regenzeit (etwa November bis April). Die kühlere Trockenzeit (etwa Mai bis Oktober) passt zu Kaffee im Hochland rund um Lubango, wo die Morgen richtig frisch sind.
Anlass für Anlass:
- Heißer Nachmittag an der Küste: eiskaltes Lagerbier oder ein frischer Mangosaft.
- Familientreffen am Sonntag: Kissangua, Bier und sehr viel Essen.
- Zeremonien, Beerdigungen, Erntefeste: Kissangua hat eine eigene rituelle Rolle, besonders im Süden Angolas. Richten Sie sich nach dem Gastgeber.
- Geschäftliche Anlässe oder Anlässe mit Prestige: Whisky. Er genießt in Angola ein beachtliches gesellschaftliches Ansehen, und eine Flasche guter Whisky ist ein geschätztes Geschenk.
- Ein Abend in der Hauptstadt: Wein, Cocktails und importiertes Bier. Für diese Seite ist unser Ratgeber zum Nachtleben in Angola die richtige Adresse.
- Morgen im Hochland und kühle Trockenzeit: Kaffee, klein und kräftig.
So machen Sie traditionelle angolanische Getränke zu Hause
Kissangua ist das einzige traditionelle Getränk Angolas, an das sich Hobbyköche realistisch heranwagen können, denn die Zutaten sind Maismehl, Wasser und Zeit. Maruvo lässt sich ohne eine Palme zum Anzapfen überhaupt nicht nachmachen, und Mongozo braucht Palmnüsse und das Können der Einheimischen.
Ein vereinfachter Überblick, wie Kissangua traditionell hergestellt wird:
- Maismehl wird mit Wasser zu einem dünnen Brei gekocht und abgekühlt.
- Ein Gärmittel, traditionell gekeimter oder gemälzter Mais, wird untergerührt.
- Die Mischung ruht eine kurze Zeit, oft über Nacht bis zu einem Tag, bis sie säuerlich und leicht prickelnd wird.
- Sie wird abgeseiht und kühl serviert, manchmal gesüßt. Bei den Versionen mit Ananas kommen Frucht und Schale mit in die Gärung.
Zwei ehrliche Einschränkungen. Erstens unterscheiden sich die Methoden stark zwischen Haushalten und Provinzen, ein einziges maßgebliches Rezept gibt es also nicht. Zweitens braucht Gären zu Hause sauberes Wasser, saubere Gefäße und eine kontrollierte Dauer. Wenn Sie es versuchen, verwenden Sie sicheres Trinkwasser und halten Sie die Gefäße peinlich sauber.
Fazit
Die Getränkeszene in Angola belohnt Neugier mehr als Fachwissen. Sie müssen keine komplizierte Etikette lernen und keiner langen Liste seltener Flaschen hinterherjagen. Bestellen Sie ein kaltes Cuca im Cuca-Shop, trinken Sie Fruchtsaft überall dort, wo Sie sehen, dass er frisch gemixt wird, nehmen Sie den Kaffee ernst und sagen Sie Ja zu Kissangua, wenn ein Gastgeber es Ihnen anbietet.
Drei Dinge, die Sie vor der Reise erledigen sollten:
- Planen Sie Ihr Wasser. Kaufen Sie bei der Ankunft Wasser in größeren Mengen und legen Sie Ihre persönliche Regel zu Eiswürfeln fest, bevor Ihnen jemand ein Getränk reicht.
- Legen Sie ein realistisches Getränkebudget für Luanda fest. Einheimisches Bier ist günstig, alles Importierte nicht, und die Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie die aktuellen Preise nach der Landung, statt sich auf alte Zahlen zu verlassen.
- Lernen Sie zwei Sätze Portugiesisch. Uma Cuca, por favor (ein Cuca, bitte) und sem gelo (ohne Eis) decken die meisten Situationen ab. Außerhalb des Tourismus wird nur sehr wenig Englisch gesprochen.
Kombinieren Sie dann, was Sie trinken, mit dem, was Sie essen. Beginnen Sie mit dem Ratgeber zum angolanischen Essen, dann haben Sie das vollständige Bild davon, was in Angola auf den Tisch kommt.
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Häufig gestellte Fragen
Wird Cuca-Bier aus Palmnüssen gebraut?
Nein. Cuca ist ein ganz normales Lagerbier und die bekannteste Biermarke Angolas. Mehrere Websites wiederholen die Behauptung mit den Palmnüssen, sie ist aber falsch. Die traditionellen Getränke aus der Palme sind Mongozo (Bier aus Palmnüssen) und Maruvo (Palmwein).
Was ist ein Cuca-Shop?
Ein Cuca-Shop ist eine kleine Kneipe im Wohnviertel, benannt nach der Biermarke Cuca. Diese Kneipen gibt es überall in Angola. Sie sind ungezwungen, günstig und ein echter Teil des sozialen Alltags, keine Touristenattraktion.
Kann man in Angola Leitungswasser trinken?
Nein. Trinken Sie nur Wasser aus versiegelten Flaschen und seien Sie bei Eiswürfeln außerhalb guter Hotels und Restaurants vorsichtig. Kaufen Sie Wasser in größeren Mengen im Supermarkt, wo es viel weniger kostet als in Lokalen für Touristen.
Ist Maruvo für Touristen unbedenklich?
Maruvo ist selbst hergestellter Palmwein ohne geregelten Alkoholgehalt und mit schwankender Hygiene. Seine Stärke hängt davon ab, wie lange er gegoren hat. Am Geschmack erkennen Sie das nicht, denn in den ersten Stadien bleibt er süß. Wenn Sie ihn probieren, nehmen Sie nur wenig und nur von einem Gastgeber, dem Sie vertrauen.
Was ist das Nationalgetränk Angolas?
Angola hat kein offizielles Nationalgetränk. In der Praxis ist Cuca-Bier das bekannteste kommerzielle Getränk und Kissangua das kulturell bedeutendste traditionelle Getränk ohne Alkohol.
Bekommt man in Angola leicht Alkohol?
Ja. Bier, Wein und Spirituosen gibt es im ganzen Land in Supermärkten, an Kiosken, in Cuca-Shops, Restaurants und Hotelbars. Einheimisches Bier ist günstig, importierter Wein und Whisky sind deutlich teurer.
Welche alkoholfreien Getränke sollten Touristen in Angola bestellen?
Frische tropische Fruchtsäfte (Mango, Papaya, Maracuja, Guave, Stachelannone), Kaffee nach portugiesischer Art, Wasser aus versiegelten Flaschen und Kissangua, wenn es unter hygienischen Bedingungen angeboten wird.



